Birdman

Start der Filmwoche 2014 . Mein erster Film Birdman von Alejandro González Iñárritu, einer meiner Lieblingsregisseure. Der Film entfaltet eine Sogwirkung und zieht mich stellenweise in die Leinwand hinein. Lange Kamerafahrten und so gefilmt dass der Zuschauer die Perspektive eines Zuschauers im Theater einnimmt. Man beobachtet die Akteure auf verschiedenen Ebenen, einmal als Schauspieler in einem Broadwaystück tatsächlich auf der Bühne und dann ihre Beziehungen Backstage. Der klassische V-Effekt stellt sich ein, man fühlt nicht mit den Personen, sondern bewahrt sich die kritische Distanz und kann so Erkenntnisse über deren Lebenswelt gewinnen. Klasse Film und tolle Schauspieler

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Biutiful

Während meines Spanienaufenthalts in Gerona angesehen. Biutiful, der neue Film von Alejandro González Iñárritu ist anders als die bisherigen Filme, die ich von ihm gesehen habe, keine Parallelgeschichten, die irgendwann aufeinanderprallen, vielmehr ein Erzählstrang, angesiedelt in Barcelona, aber nicht in dem, das man als Tourist kennt, sondern das der ‚Sin Papeles‘, der afrikanischen Einwanderer und der chinesischen Arbeiterinnen, die in illegalen Fabriken schuften.

Javier Bardem gibt diesem Film ein berührendes Gesicht als gescheiterter Vater von zwei  Kindern, die er über Wasser zu halten versucht, während er an Krebs erkrankt, seinem Tod entgegen sieht. Man könnte meinen, dass der Film ins Melodramatische abgleiten müsste mit dieser  Story, aber er drückt nicht auf die Tränendrüse, sondern setzt den Verstand in Bewegung. Mit das Beeindruckendste, was ich in letzter Zeit gesehen habe.