Barcelona April 2017

Filmoteca de CatalunyaWie schon so oft für zwei Tage von Banyoles aus mit dem Bus nach Barcelona. Wir übernachten im Chic&Basic am Ende der Ramblas für etwa 300 Euro insgesamt. Wir haben die zwei Tage erwischt, an denen Spanien von einer Kaltfront heimgesucht wird und Barcelona macht keine Ausnahme. Das beeinflusst etwas unsere Pläne und so beschränken wir uns darauf, hauptsächlich El Raval zu erkunden. Wir glauben den Statdteil bereits ganz gut zu kennen, weil wir oft ins MACBA schauen, das ja auch im Raval liegt, aber der Teil der mehr zum Meer hin liegt, ist für uns dann doch noch mal neu. Sehr stark von Immigranten geprägt und nicht ganz so herausgeputzt wie die andere Seite der Ramblas, das Barrio Gótico, hat er seinen eigenen Reiz. Wir treiben uns um die Ramblas de Raval herum, entdecken, dassdie Filmothek von Barcelona inzwischen hierher umgesiedelt wurde und landen am Abend in einr Kneipe, um mit anderen zususehen, wie Barca einen weiteren Sieg gegen Osasuna einfährt.

MNACAm nächsten Tag ins MNAC, um die Ausstellung Insurrecciones anzusehen, eine Zusammenstellung von 300 Ausstellungsstücken aus den letzen zwei Jahrhunderten, die das Thema ‚Aufstände‘ von ganz verschiedenen Seiten beleuchten.

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Barcelona August 2016

Blick aus dem Hotel auf BarcelonaFür zwei Tage von Banyoles aus mit dem Bus nach Barcelona. Diesmal will ich mir El Clot erschliessen, ein Barrio von Sant Marti. Ich habe gerade El chico de la bomba gelesen, das zum grossen Teil in El Clot spielt, und in dem viele Orte beschrieben sind, die ich mir näher ansehen möchte. Dann noch den Distrikt 22@, der sich unmittelbar anschliesst.  Ich wohne direkt in El Clot an der Meridiana im Hotel Catalonia Atenas, das nebenbei auch für sonstige touristische Aktivitäten gut geeignet scheint, weil nicht allzu teuer (100 Euro die Nacht), mit allem versehen, was man als Tourist so haben möchte und direkt neben der Metrostation El Clot gelegen.

El Clot

Mercado del ClotDas El Clot der 70iger und 80iger, das José Maria Sanz beschreibt, existiert so nicht mehr, viel hat sich inzwischen verändert. Noch vorhanden ist die Markthalle und auch die Carrer del Clot, inzwischen eine Fussgängerzone, kann man entlangspazieren, ohne dass man den Eindruck hätte, vieles hätte sich verändert.

 

Parque del ClotAuf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs und der Werkstätten befindet sich heute der Park von El Clot. Wenn man hindurchschlendert, trifft man immer wieder auf Reste der alten Gebäude, die man stehen gelassen hat, harte Plätze dazwischen, dann wieder Grün und Wasser, eine durchaus interessante Mischung, die es sich lohnt anzuschauen, wenn man der üblichen touristischen Orte ein wenig überdrüssig ist.

 

Les Glories, EinkaufszentrumFrüher arbeitete El Clot bei Hispano Olivetti, der Fabrik, die in den 40iger Jahren auf dem heutigen Gelände des Einkaufzentrum Les Glories entstand und in den Hochzeiten 6.000 Arbeiter beschäftigte. Heute kann man davon leider nichts mehr sehen, der ganze Platz wird ja seit Jahren umgebaut und nach Vollendung eines der neuen Zentren von Barcelona sein.

 

Distrito 22@

Mit dem Einkaufszentrum ist auch schon der Übergang zum Distrito 22@ geschafft, den ich am nächsten Tag durchkämme.

Distrito 22@Mal kurz die Gran Via überquert, und schon befindet man sich im 21. Jahrhundert. Hier, im Distrito 22@ entsteht seitdem Jahr  2000 auf dem Gelände der Industriezone im Poble Nou ein völlig neuer Stadtteil, in dem vornehmlich fünf Wirtschaftszweige, Medien, Informatik, Design, Energie, Medizintechnik angesiedelt werden sollen. Das ganze soll durchmischt werden mit Wohngebieten, Freizeiteinrichtungen  und Einrichtungen für Senioren. Wenn das alles so klappt, wie man es sich vorstellt, wird in 20 Jahren hier das neue Barcelona sein, bis hinunter zur Diagonal del Mar. Die Ramblas und alles, was sich heute Touristen so ansehen, wird dann eher Museumscharakter haben.

Distrito 22@, Universität Pompeu FabraAuch hier wieder die Mixtur von Altem und Neuem, wie zum Beispiel in der Universität Pompeu Fabra, die ebenfalls hier angesiedelt ist. Noch ist das Ganze im Fluss, ist etwas ins Stocken geraten durch die Wirtschaftskrise, man läuft teilweise nur durch Baustellen, die Mehrzahl der Menschen hier tragen noch Helme und Arbeitsklamotten.
Distrito 22@Die Strassen im Distrito 22@ sind angelegt wie im Eixample unter dem Plan Cerda, immer Quadrate von 100m Seitenlänge umschliessend, deren Ecken abgeschrägt sind und Platz für Bars und Restaurants bieten. Und davon gibt es beeindruckend viele. Ein ehrgeiziges Projekt, zu dem man unterschiedliche Ansichten haben kann, das aber die Dynamik und die Energie von Barcelona geradezu symbolisiert. Eine Präsentation der Stadtverwaltung und ein Dossier verdeutlichen dies.

Insgesamt zwei Tage, die mir zeigen, was in Barcelona noch alles zu entdecken ist.

El chico de la bomba

chicoAuf das Buch von Jose Maria Sanz Beltran bin ich eher durch Zufall gestossen. Sanz ist eigentlich Sänger aber er ginge auch als Schriftsteller bei mir durch. El chico de la bomba ist ein wenig die Beschreibung seiner Jugend in El Clot, einem Stadtteil von Barcelona, vorangestellt ein Kapitel, das Erlebnisse seines Vaters zu Ende des Bürgerkrieges schildert und  am Ende eine Begegnung mit Antonio Rabinad, einem weiteren Schriftsteller aus Clot, der seinen Vater aus dem Bürgerkrieg kannte. Persönliche Erlebnisse vermischen sich mit Zeithintergrund und schaffen so ein lebendiges Bild der Epoche kurz vor dem Tod Francos. Daneben ein Portait von EL Clot, einem dieser Stadtteile, die man als Tourist nicht wahrnimmt, die aber eine faszinierende Geschichte und ein pulsierendes Leben haben.

Barcelona und Bücher

Wer sich für Barcelona und für Literatur interessiert, ist bei diesem Blog genau richtig. Er sammelt Literatur, die in Barcelona spielt oder Barcelona zum Inhalt hat. Lässt sich nach Autoren, Themen und Jahren auswerten. Die Seite ist in Catala, aber man kann sie innerhalb des Blogs auch in andere Sprachen übersetzen. Geht auf Spanisch ganz gut, bei Deutsch stösst der automatische Übersetzer mitunter an seine Grenzen. Eine Fundgrube für mich.

Barcelona will den Individualverkehr reduzieren

EarthBis 2018 sollen 20% weniger Autos in Barcelonas Innenstadt zirkulieren. Das sieht der Plan de Movilidad Urbana vor. Um das zu erreichen, soll der Nahverkehr weiter ausgebaut werden. Das bestehende Busnetz soll in Richtung auf eine kürzere Taktzeit und mehr Haltestellen umgestaltet werden. Das Radwegenetz soll verdoppelt und mehr Fussgängerzonen eingerichtet werden.

Da bin ich mal gespannt, ob das klappt.

Barcelona, una biografía

barcelonaEnric Calpena beschreibt in diesem Buch die Geschichte Barcelonas und Kataloniens von den ersten Anfängen bis in die 50iger Jahre des 20. Jahrhunderts sehr detailliert und kenntnisreich. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf den frühen Jahren und dem Mittelalter. Das ist ein bisschen schade, denn gerade über das 20. Jahrhundert hätte ich gerne ein wenig mehr erfahren. Aber auch so ist das Buch ein Gewinn, weil es die Vielfalt Spaniens am katalanischen Beispiel deutlich macht. 

Barcelona Juni 2014

Diagonal del mar, ForumFür zwei Tage von Banyoles aus mit dem Bus nach Barcelona. Zum ersten Mal wohnen wir in Sant Marti, am Ende der Diagonal, ziemlich nahe am Strand. Sant Marti ist nicht direkt der touristische Anziehungspunkt, wenn man zm erstenmal die Stadt besucht. Aber für uns ist es allemal interessant. Mehr als sonstwo wird spanisch statt catalan gesprochen in den Kneipen und Strassen.
Das Hotel sehr luxuriös mit Swimming Pool im 17. Stock, von dort eine grandiose Aussicht und eine nette Brise, die die Hitze angenehm macht. Mit etwa 110 Euro für die Stadt auch nicht besonders teuer.

Den ersten Tag verbringen wir am Strand, abends dann ins Paco Alcalde, wo wir beim Abendessen die Niederlage der spanischen Nationalmannschaft gegen Holland verfolgen. Das gesamte Lokal ist fassungslos.

Speisekarte im MuseumsreataurantDer nächste Tag gehört dem Museo del Born. Dieses Museum ist erst im letzten Jahr eröffnet worden und beherbergt Ausgrabungen aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges., in dem die Katalanen ja bekanntlich ihre Unabhängigkeit verloren. Also der richtige Platz für Studien über den katalanischen Nationalcharakter und ein paar ausgezeichnete Tapas im Museumsrestaurant. Auch im zweiten Anlauf schaffen wir es nicht, die Fülle der Informationen zu verarbeiten. Also wird ein weiterer Besuch anstehen.

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