No Place to Hide

noplacetohideIn No Place to Hide beschreibt Glenn Greenwald, wie er an die Informationen über den NSA-Skandal kam und wie sich seine Zusammenarbeit mit Edward Snowden gestaltete. Das Buch glänzt durch eine Beschreibung der Persönlichkeit Snowdens, die interessante Einblicke in dessen Motivation erlauben. Daneben eine Abrechnung Greenwalds mit verschiedenen Zeitungen, denen er vorwirft, zu regierungshörig zu sein. Klingt alles sehr schlüssig.

 

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Überwachtes Netz

UeberwachtesnetzÜberwachtes Netz ist eine Sammlung von Aufsätzen unterschiedlicher Qualität und Stossrichtung. Wer sich mit dem Thema schon beschäftigt hat, wird nichts wesentlich Neues mitnehmen, zumal die meisten Artikel schon irgendwo anders erschienen sind. Dennoch lohnt es sich das Buch zu lessen, weil es auch eine gute Zusammenfassung des Stands der Diskussion liefert.

 

Cypherpunks

cypherpunksGerade bekommen wir wieder einmal vorgeführt, -Stichwort PRISM– wie es sich mit den bürgerlichen Freiheiten im Internet verhält. Eine gute Zeit, um Cypherpunks Freedom and the Future of the Internet zu lesen. Das Buch ist die Wiedergabe eines Gesprächs zwischen Julian Assange, Jacob Appelbaum, Andy Müller-Maguhn und Jérémie Zmmermann, vier ziemlich bekannten Persönlichkeiten in der Szene. Ihr Thema ist die Veränderung des Charakters des Internets von einem Utopia hin zu einer Dystopie.

Vier apokalyptische Reiter werden herangezogen, wenn man Einschränkungen und Überwachung im Internet zu rechtfertigen sucht. Terrorismus, Kinderpornographie, Geldwäsche, Drogengeschäfte seien so bedrohlich präsent im Internet, dass die Gesellschaft Einschränkungen ihrer Freiheit in Kauf nehmen müsse.

Die Gesprächsteilnehmer setzten dagegen, dass drei Freiheiten, unbedingt verteidigt werden müssen: freedom of communication, freedom of movement and freedom of economic interaction. Ihr Ansatz ist zunächst mal ein technischer, Bürger müssen lernen, ihre Daten zu verschlüsseln, wie sie einst gelernt haben, ihre Hände zu waschen.

I  think that the only effective defense against the coming surveillance dystopia is one where you take steps yourself to safeguard your privacy, because there’s no incentive for self-restraint by the people that have the capacity to intercept everything. A historical analogy could be how people learned that they should wash their hands. That required the germ theory of disease to be established and then popularized, and for paranoia to be instilled about the spread of disease via invisible stuff on your hands that you can’t see, just as you can’t see mass interception. Once there was enough understanding, soap manufacturers produced products that people consumed to relieve their fear. It’s necessary to install fear in to people so they understand the problem before they will create enough demand to solve the problem.

In dem Buch finden sich jede Menga Anregungen, zum Weiterdenken und eine Fülle von links zu weiteren Quellen.

Digitale Gesellschaft

Eine Initiative, die sich um Bürgerrechte im Netz kümmert, spannender Ansatz. In der ersten Presseerklärung begründet die Initiative ihre Notwendigkeit so:

E-Mails, Facebook, Smartphones und das Internet gehören zum Alltag fast aller Menschen in Deutschland. Doch um die Netzpolitik ist es trotz Anstrengungen und einiger Erfolge nach wie vor schlecht bestellt, sagt Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org, dem bekanntesten deutschen Politikblog. Er ist der Vorsitzende des neuen Vereins “Digitale Gesellschaft e.V.” mit Sitz in Berlin. “Die heutige Netzpolitik ist schlecht, sie orientiert sich nicht an den Interessen der Nutzer und schadet oft mehr als sie nützt”, sagt Markus Beckedahl. Firmen und Staat könnten derzeit oft machen, was sie wollen, ohne dabei auf die Nutzerinnen und Nutzer Rücksicht zu nehmen. Die Nutzer fragten sich bei der Internetpolitik zu Recht, warum diese so sei wie sie derzeit ist.

Da lohnt es sich mitzumachen.