Die Geschichte gehört uns – es sind die Völker die sie machen

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La vida de los peces

Mein erster Film  der diesjährigen Internationalen Filmwoche Mannheim-Heidelberg.  Im Discovery Trail ein Film von Matias Bize, von dem ich schon Sábado und En la cama gesehen habe. Andrés kehrt nach 10 Jahren auf einen kurzen Besuch in seine Heimat und zu seinen Freunden zurück. Er trifft seine ehemalige Freundin und hofft auf eine zweite Chance, weiss aber auch, dass es sie nicht geben wird. Ein Film über verlorene Vertrautheit, Verlust  und Fremdheit, grossartig umgesetzt in Bilder und eine aufregende Filmmusik.

2666

2666 ist das letzte Buch des chilenischen Schriftstellers Roberto Bolaño, der 2003 nach der Fertigstellung dieses Werkes verstarb. 2666 sind eigentlich fünf Bücher, die durch die Figur von Benno von Archimboldi zusammengehalten werden. Was Bolaño für mich ausmacht ist vor allem sein nüchterner Stil, der Wirklichkeit und Fiktion so genial mischt, dass man nie ganz sicher ist, was erfunden und was real ist. Gibt es einen Schriftsteller Benno von Archimboldi, oder ist er eine Kunstfigur? Auf die Spitze getrieben hat Bolaño dieses Prinzip in Die Naziliteratur in Amerika, einer Anthologie von lateinamerikanischen Autoren, die allesamt fiktiv sind. Einfach genial.