Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements

selbstorganisationDer Titel ist etwas irreführend, nur ein geringer Teil des Textes geht auf den Widerspruch zwischen Selbstorganisation und Führung ein und das ist noch nicht einmal  der stärkste. Dennoch ist das Buch interessant  lesen und beinhaltet eine Fülle von Anregungen für alle, die kleine Unternehmen oder auch Teams in der Größe von kleinen Unternehmen organisieren, coachen, anleiten oder wie immer man diese Tätigkeit auch beschreiben mag. Hier fängt die Herausforderung ja schon an. Wie definiere ich mich, als gleichberechtigter Teil des Teams, oder stehe ich ausserhalb? Wie geht man mit Konflikten um? Überlässt man sie sich selbst, oder greift man steuernd ein? Fragen, die jeder kennt, der sich in diesem Umfeld bewegt. Gloger geht mit einem systemischen Selbstverständnis an diese Fragestellungen heran und vermittelt ein gutes theoretisches Fundament, aber belässt es nicht dabei, sondern vermittelt auch seine eigenen Erfahrungen (inklusive Irrtümer ) aus der Praxis. Die Ausflüge in die Gehirnphysiologie als Grundlage für Motivation und Demotivation  sind mir persönlich etwas zu einfach  geraten, aber als Anregung, sich auch mir mit dieser Thematik zu beschäftigen, taugen sie allemal. Im Literaturverzeichnis gibt es jede Menge Anregungen zum Weiterlesen, nicht nur zu diesem Aspekt.

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The effective executive

Peter Drucker hat das Buch 1967 zum erstenmal veröffentlicht und anders als viele andere Managament-Ratgeber hat es die Zeit überdauert. Nach Drucker muss man fünf Dinge als Manager beherrschen.

  • Management of time
  • Choosing what to contribute to the practical organization
  • Knowing where and how to mobilize strength for best effect
  • Setting up the right priorities
  • knitting all of them together with effective decision making

Wenn man das so liest, eigentlich ganz einfach.

Krise und Kapitalismus (II) Der Gewinn hat als Steuerungsgrösse ausgedient

Interessante Ansichten äussert Fredmund Malik in einem Interview im Handelsblatt mit der Überschrift Der Gewinn hat als Steuerungsgrösse ausgedient.

Wir stehen mitten in einer der geschichtlich größten Umwandlungen von Wirtschaft und Gesellschaft, an deren Ende eine neue Demokratie stehen wird. Es ist der Übergang von einer Alten Welt zu einer Neuen Welt. Das geht nicht reibungslos. Die Krise sind die Geburtswehen der Neuen Welt. Im Zuge dieser Transformation wird sich weltweit fast alles ändern, was Menschen tun, wie sie es tun und warum sie es tun, und auch ihr Verständnis wer sie sind. Es entstehen neue Gesellschaftsstrukturen, neue Machtverhältnisse, ein neues Wirtschaften und neue Arbeits- und Lebensformen.

Malik sieht die Lösung in einer neuen ökonomischenDenkweise, die sich an den Prinzipien der Natur orientiert und in einem neuen Funktionieren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Organisationsformen. 

Die Instrumente sind da,  jetzt muss sie nur noch jemand anwenden.

Start with Why: How Great Leaders Inspire Everyone to Take Action

Start with WHYStart with WHY ist eines dieser Bücher, in denen man nachlesen kann, wie einfach es ist, erfolgreich zu sein. Hier ist die zentrale Botschaft, Menschen kaufen nicht bei einem Unternehmen wegen des Produkts, sondern wegen der Botschaft, die das Unternehmen verkörpert. Das wird anhand einiger Beispiele, aber vor allem an der Geschichte von Apple duchexerziert.

Wenn man das Amerikanische weglässt, gibt es durchaus einiges, was man aus diesem Buch mitnehmen kann. Von dem Standpunkt her gesehen, dass man auf dem Markt nur erkennbar ist, wenn man sich klar vom Wettbewerb unterscheidet, gibt es wahrscheinlich nichts, was man schwerer nach machen kann als die Firmenkultur und die Botschaft, die ein Unternehmen ausstrahlt. Nur eben das allein reicht auch nicht.

Einführung in die Systemtheorie und Konstruktivismus

Ein schmales Bändchen, aber jede Zeile zählt darin. Fritz B. Simon gibt eine dicht gedrängte Einführung in die verschiedenen Grundlagen der Systemtheorie und des Konstruktivismus. Verständlich geschrieben, aber dennoch anspruchsvoll bekommt man einen Einblick in das Denkgebäude und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Gut geeignet auch zur Auffrischung oder zum Nachlesen über die eine oder andere Richtung.

The Pyramid Principle

Wieviele Protokolle, Berichte, Dokumentationen und Konzepte ich in meinem beruflichen Leben schon gelesen habe, geht nicht auf die berühmte Kuhhaut. Der Aufbau und Stil der meisten hat mich nicht überzeugt. Dabei muss man nur das Buch von Barbara Minto lesen und man macht alles richtig. Man sollte es in Englisch lesen, die deutsche Übersetzung ist schrecklich.