Reise nach Nordspanien (IX)

Mit dem Aufenthalt in Santander endet unsere Reise durch Nordspanien. Wir haben einiges gesehen und Eindrücke gesammelt, aber es fehlen uns auch noch ein paar Teile. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass wir nochmals durch diese Gegend fahren werden. Es lohnt auf jeden Fall.

Bevor wir über die Grenze nach Frankreich wechseln, machen wir noch kurz Station in Hondarribia, einer kleinen Hafenstadt, die uns unsere katalanische Freundin Ana empfohlen hat. Ein wirklich guter Tipp, leider können wir nur kurz auf ein paar Pintxos Station machen.

Durch Frankreich nach Mannheim dann in zwei Tagen mit einer Übernachtung in Amboise im Hotel La Grille Dorée. Ankunft in Mannheim am späten Nachmittag. Jetz erst mal wieder eingewöhnen, morgen geht der Alltag los.

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Nordspanien – Santander (VIII)

Letzte Station unserer Reise ist Santander, die Hauptstadt von Kantabrien. Unser Hotel, das Le Petit Boutique, liegt praktisch auch am Meer, ein nettes kleines Hotel mit nur vier fünf Zimmern, aber klasse gestaltet.  In die Innenstadt kommt man problemlos mit dem Bus und so tun wir es auch.

Santander ist 1941 mal abgebrannt, von daher ist an klassischen Bauten nicht viel zu sehen, aber dafür entschädigt die Hafenpromenade und die langen Stadtstrände.  Kurz nach unserem Aufenthalt wird irgendein grosser Segelwettbewerb stattfinden und deswegen sind überall Zelte aufgebaut in denen man essen und trinken kann. Wir bleiben zwei Tage und geniessen das Stadtleben.

Nordspanien – Comillas (VII)

Comillas ist ein kleiner Ort am Meer, zu dem einem sofort das Wort idyllisch einfällt, auch wenn man nicht ganz sicher sein kann, ob das positiv der negativ ist. Wir verbringen hier vier Tage mit Strand, Fischrestaurants und Ausflügen in die Gegend. Standort dabei ist das Hotel  Josein, dessen Vorzüge darin liegen, dass es als einzges direkt am Strand liegt. Ein bisschen angegriffen von der Seeluft, aber sehr nett und mit allem, was man so braucht am Meer.

Die Altamira Höhle

Einer unserer Ausflüge führt uns zur Altamira Höhle, die wohl die bekannteste der zahlreichen Fundstätten steinzeitlicher Höhlenmalerei hier in Kantabrien ist.

Obwohl man die eigentiche Höhle nicht mehr besuchen kann und nur durch eine Kopie geführt wird, ist es ein beeindruckende Sache, zu sehen, wie unsere Vorfahren sich künstlerisch ausgedrückt haben.

Nordspanien – Picos de Europa (VI)

Am nächsten Tag verlassen wir endgültig den Ebro und begeben uns in die Picos de Europa. Das Gebirge zieht sich durch Kantabrien und Asturien, mit Höhen wieder über 2.000 Meter. Uns zieht es nach Potes, dem Hauptort, wenn man in die kantabrischen  Picos will. Allerdings haben wir-keinen Wanderurlaub geplant, sondern werden mit dem Auto ein zwei Tage durch die Landschaft ziehen. Standort dabei ist das Hotel La Casa de Frama, unweit von Potes. Das Ambiente mehr traditionell, aber gemütlich, wieder mit einem Gastgeber, der einem umfassend über die Landschaft und Betätigungsmöglichkeiten informiert.

Die Picos

Eigentlich wollen wir mit der Seilbahn hinauf auf 2.400 Meter, aber da die Wolken bereits auf 800 Meter hängen, nehmen wir dann doch den Pass mit dem Auto.

Selbst mit dem Auto ist man überwältigt von der rauen Landschaft, die neben verschiedenem anderen Getier auch Wölfe und Bären beherbergt, wie wir im nahen Bärenmusuem erfahren.

 

Auch am nächsten Tag noch einmal ein Museumsbesuch. im Centro de Visitantes del Parque Nacional de Picos de Europa mit vielen interessanten Informationen zur Geschichte und Gegenwart der Picos. Ein doch etwas anderes Spanien, als das, welches wir normalerweise erleben.

Die Picos haben wir nur gestreift, wie wir im Nachhinein festgestellt haben, wir haben fast nur den kantabrischen Teil gesehen, die ganze Bergwelt nicht wirklich erschlossen, aber in den wenigen Tagen, in denen wir unterwegs sind, kann man sowieso nur Eindrücke gewinnen.

Jetzt freuen wir uns auf das Meer.

Nordspanien – Ebroquelle (V)

Von Las Rozas aus ein Ausflug in die Gegend, zunächst zur Ebroquelle und danach wieder in die Berge quer durch das Stammland Kastiliens.

Die Quelle des Ebro

Der Ebro ist für Spanien der wichtigste Fluss des nicht gerade wasserreichen Landes. Er zieht sich von Kantabrien im Norden quer durch das Land bis er bei Tarragona ins Mittelmeer mündet. Unterwegs wird er mehrer Male gestaut, das erste Mal bereits kurz nach der Quelle, die wir uns heute anschauen wollen.

 
Um die Quelle herum ein weitläufiger Park mit zahlreichen Bänken und Tischen, an denen die Besucher picknicken können. So tun wir es auch, und weiter geht es durchs Gebirge.

 

Castillo de Argüeso

Das Castillo de Argüeso ist eines der typischen kleinen Festungen, die überall im Norden herumstehen, um irgendwelche strategische Positionen auf dem Weg zur Küste abzusichern. Errichtet auf einer Ermita des 9. Jahrhunderts bestand es ursprünglich aus einem Turm, der nach und nach im Laufe des 14. und 15. Jahrhundert zu einem relative grossen Komplex ausgebaut wurde. So sahen die Stammsitze der lokalen Herrscher wohl aus, die sich zur Zeit der katholischen Könige so gegen die Einigung des Landes wehrten.

 

Nordspanien – Ebro (IV)

Aragon- auf dem Weg nach ZaragozaAm vierten Tag brechen wir in Richtung Embalse de Ebro auf. Aber das erste Ziel ist das nahegelegene Vitoria – Gasteiz.
 

Vitoria – Gasteiz

Vitoria – Gasteiz,  die Hauptstadt des Baskenlandes, liegt auf etwa 500 m Höhe, und im Winter kann es schon mal sehr kalt werden, wie wir uns erklären lassen. Eine ruhige und wie es aussieht, wohlhabende Stadt, die früher davon lebte, dass die Handelsrouten zwischen Frankreich und Spanien durch sie liefen. Wr schauen uns ein wenig um, und  ersteigen schliesslich einen der fünf Türme, die früher die Stadtmauer bildeten.
 

 
Der nette Führer zeigt uns die Stadt von oben und erzählt uns die Geschichte des Turms und der Kirche. Ein imposantes Schiff, das wir nun aus umgekehrter Perspektive betrachten. Nach dem Bürgerkrieg fanden hier im Jahr 1939 Flüchtlinge der Republik Zuflucht, die ihnen der damalige Geistliche gewährte. Eine durhaus ungewöhnliche Tatsache angesichts der Haltung der Kirche zur Republik. Aber es war schon immer alles etwas anders im Baskenland, wie uns unser junger Guide erklärt. Nur unsere Frage nach den baskischen Nationalbestrebungen findet er Unsinn, una tonteria in heutigen Zeiten. Sein Eltern kommen aus Burgos, er selbst ist in Vitoria geboren, was solls?
 

 
Nach diesem Erlebnis geht es weiter in Richtung Embalse de Ebro, unserer nächsten Station. Der Ebro verändert laufend sein Gesicht, mal ein schmaler Gebirgsfluss, dann wieder ein breiter dahinfliessender Strom.

 

Las Rozas

Unser Ziel ist Las Rozas eine Ansammlung von Orten, direkt am Ebro Stausee, der bereits in dern dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts konzipiert und begonnen wurde. Während des Bürgerkrieges  wurden die Arbeiten unterbrochen und schliesslich 1952 unter Franco beendet. Der Grossteil der Arbeiten wurde dabei von politischen Häftlingen durchgeführt, die den See buchstäblich mit ihren Händen fertigstellten. Davon zeugen einige Tafeln, die am Rande des Sees die Geschichte dokumentieren.

Wir bleiben zwei Nächte im Hotel Araz, das eigentlich mehr ein Bungalow ist, durchaus interessante Konstruktion direkt am See gelegen und mit einem sehr informativen Hausherren, der uns jede Menge Tips gibt, was man hier alles so unternehmen kann. Der Preis ist mit etwa 130 Euro auch mehr als akzeptabel.
 

Nordspanien – Sierra de la Demanda (III)

Aragon- auf dem Weg nach ZaragozaAm dritten Tag geht es von Briñas aus in die Sierra de la Demanda,  ein Gebirge, das den Süden der Rioja dominiert. Die Gipfel der Sierra erreichen bis zu 2.000 Meter und darüber. Hier liegen einige Klöster, die wir besichtigen wollen.

Suso und Yuso

Die Klöster von Suso und Yuso sind romanische Bauten, von denen es in der Rioja und und in Nordspanien wirklich eine Unmenge gibt. Beide Klöster gehören zusammen und heissen eigentlich San Millán de la Cogolla. Yuso, das grössere der beiden liegt im Tal, während Suso in den Berg hinein gebaut ist.

 

SanTo Domingo de Silos

Danach geht es weiter zum Convento San Francisco in Santo Domingo de Silos. Dort bestaunen wir den Kreuzgang, den schon Cees Noteboom in seinem lesenswerten Buch Der Umweg nach Santiago beschrieben hat.

Nach unserer Rückkehr abens noch einmal ins  El Bodegón Ayala, um weitere Köstlichkeiten der Speisekarte auszuprobieren.