Vor den Wahlen in Spanien

EarthMorgen Wahlen in Spanien. Ich habe die letzten Wochen  den Wahlkampf intensiv verfolgt und über das Internet jede Menge Diskussionen und Veranstaltungen miterlebt, vor allem von Podemos und der Izquierda Unida, respektive ihren Wahlbündnissen. Wirklich sehr beeindruckend, einmal die Mobilisierung, die Podemos und IU hinbekommen haben, aber auch er Stil, in dem die Auseinandersetzung teilweise geführt wird. Sachlich, mit wenig Diffamierung. Na ja, bis auf ein paar Ausrutscher.

Bin vor allem von Alberto Garzón und seiner Wahlkampfführung beeindruckt. Wirklich klare Botschaften und keine Kompromisse.  Seine Botschaft scheint anzukommen, regelmässig sind die Veranstaltungsorte zu klein.

Aber auch Podemos mit Pablo Iglesias hat starke Auftritte. Nach Umfragen kann das Bündnis in Katalonien mit dem meisten Stimmen rechnen. Das ist sicher auch Ada Colau und ihrer Ausstrahlung zu zu schreiben.

Die spanischen Zeitungen – auch die von rechts- bezeichnen nun den Ausgang der Wahlen wieder als völlig offen und trauen Podemos sogar den zweiten Platz zu, nachdem sie sie vorher ziemlich niedergeschrieben hatten.

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Pablo Iglesias und die IU

EarthHeute ein interessanter Artikel in der El Pais über das Verhältnis von Pablo Iglesias, dem Führer der Podemos zur Izquierda Unida.

Im Vorfeld der Europawahlen 2014 hatte Pablo Iglesias noch versucht, auf die Liste der IU zu kommen, scheint aber damals ziemlich unrühmlich abgeschmettert worden zu sein. Die IU rechnete sich damals etwa 15% Stimmen aus, was bekanntlich ja nicht ganz den anschliessenden Ergebnisses entsprach.

Nach der Ablehnung der IU gründete sich der Podemos, die Folgen für die IU können gerade besichtigt werden.

Pablo Iglesias schreibt in der El Pais über sein Verhältnis zur Linken

 

Kinder an die Macht

Earth Nachdem die Führung der Podemos sich konstituiert hat und dabei etwa ein Viertel der Mitglieder des obersten Führungsgremiums unter 30 Jahren ist, hat nun Cayo Lara, der Chef der Izquierda Unida seinen Verzicht auf eine Kandidatur für die nächsten Wahlen erklärt. Sein potentieller Nachfolger ist Alberto Garzón, 29 Jahre.

Damit gelangt in Spanien eine Generation an Schaltstellen, für die die Transición nicht mehr die Bedeutung hat, wie für die gegenwärtige Generation der Politiker und die konsequenterweise auch deren Kompromisse in Frage stellt. Garzón kommt wie Iglesias auch aus der Bewegung der Indignados und ist wohl dort gut vernetzt. Seine Haltung zu Podemos ist eher vom Willen zur Zusammenarbeit geprägt, als von Abgrenzung.

Jetzt kann man bis zur nächsten Wahl Ende 2015 von einer linken Mehrheit träumen.

Podemos

EarthDer nächste Schritt zum Wahlsieg 2015? An diesem Wochenende wird Pablo Iglesias formal zum Vorsitzenden von Podemos gewählt und die Führungsstruktur festgelegt. Sie besteht aus einem Consejo Ciudadano mit 62 Mitgliedern + 17 Repräsentanten für die Autonomen Regionen, aus dem noch einmal ein Consejo de Coordinación gebildet wird. In seiner Rede gibt Iglesias als Ziel aus, Schluss mit dem Regime der Transición zu machen. Den Umfragen zufolge hat er dazu gute Chancen.