Julieta

Bereits am ersten Bild, ein Teil eines Kleides von einem äusserst intensiven Rot, kann man die Handschrift von Pedro Almodóvar erkennen und auch im Folgenden enttäuscht der Meister nicht die Erwartungen. Eine Beziehungsgeschichte, oder eigentlich mehrere, die zwischen Julieta und ihrer Tochter Antía, zwischen Julieta und ihrem verstorbenen Mann Xoan und die Beziehung mit sich selbst, mit Julietas eigener Geschichte. Alles in Rückblende aus der Sicht der älteern Julieta, die einen Brief an ihre Tochter schreibt. Das Leben in den Filmen von Almodóvar ist meist beschwerlich, so auch in diesem, dunkle Gefühle und Stimmungen beherrschen die Szenerie, aber das färbt erstaunlicherweise nicht auf den Zuschauer ab. Warum das so ist, weiss ich nicht genau, aber vielleicht bekomme ich es ja im nächsten Film von Almodóvar heraus.

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La Piel que habito

Pedro Almodóvar, der Spezialist für abstruse Geschichten in bunten Farben liefert mit La piel que habito einen neuen Beweis seiner Schaffenskraf. Einen Film zu erzählen ist sowieso meistens Unsinn, und bei Almodóvar zweimal. Seine Filme leben von den Bildern und da ist er grossartig wie immer (meistens). In der Hauptrolle Antonio Banderas und Elena Anaya, die schon in Hable con Ella mitspielte. Daneben Marisa Paredes als Mutter.

Gesehen in Girona während meines Kurzurlaubs im September 2011